"Das dritte Infanterieregiment aus Fontainebleau, in das Henri im folgenden Jahr eintreten sollte, lag zu diesem Zeitpunkt in Provins, zwei Stunden von Réveillon entfernt, in Garnison. Die Truppe hatte gerade die Winteruniform mit den langen Mänteln und schweren Tschakos ausgehändigt bekommen. Wenn der Tag zu Ende ging, hatte man keine Lust mehr, die Kaserne zu verlassen, sondern braute einen Punsch - die Mannschaften in der Kantine, die Unteroffiziere auf ihrer Stube -, der dann voller Fröhlichkeit getrunken wurde. Junge Soldaten, die die Kantine betraten, vor allem die jungen Reichen, schreckten anfangs vor der Hitze und dem Tabakrauch zurück; bald aber spürten sie beides nicht mehr und fühlten sich, weil sie hier aushielten, um so mehr als Soldaten; wenn die Tür aufging, hoben sie den Kopf mit einer müden, gelangweilten Miene, als seien sie schon seit ewigen Zeiten da, wären aber durchaus bereit, auch andere einzulassen. Manchmal sagte einer von ihnen sogar: 'Macht schnell die Tür zu, es kommt kalt herein.' Doch ein alter Soldat stopfte ihm dann den Mund, da er das Privileg, die Neuankömmlinge anzuschnauzen, in Anspruch nahm, wobei er notfalls an die Autorität der Altgedienten appellierte, die ihm beipflichteten. Alle lachten über die Anmaßung des Grünschnabels, die anderen jungen Soldaten, seine Freunde und schließlich auch er selbst, da er nicht wagte, verstimmt zu sein."

Jean Santeuil




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